Es gibt noch mehr Gründe, für mich, dieses Haus als Passivhaus zu planen und zu bauen.
In meiner Technikerarbeit (Rheinische Akademie Köln) habe ich das Thema Energiebedarf im Wohnungsbau 1994 schon aufgenommen und behandelt. Durch meinen beruflichen Werdegang habe ich aber erst jetzt bei meinem derzeitigen Arbeitgeber die Möglichkeit, meine wirtschaftlichen Grundgedanken vorzutragen und umzusetzen. So habe ich einen nicht unmaßgeblichen Teil dazu beigetragen dürfen, dass die erste Passivhausturnhalle in NRW bzw. hier im schönen Kreis Kleve steht.
Informieren Sie sich auf der Seite der Energieagentur NRW Objekt des Monates September 2007 www.ea-nrw.de
Die Gesundheit spielt im Leben eine große Rolle. Solange man gesund ist, nimmt man dies als selbstverständlich hin. Die wenigsten Häuser verfügen über eine Lüftungsanlage. Da viele Mitmenschen in den letzten Jahren vermehrt Probleme mit einer Gräserpollenallergie bekommen haben, möchten wir unser neues Domizil beschwerdefrei bauen. Eine Lüftungsanlage mit Pollenfilter wird dazu einen Beitrag leisten. In jedem neuen Mittelklassewagen ist heute eine Klimaanlage Standart. In einem neuen Haus sollte in dieser Hinsicht der Lebensqualität auch eine Lüftungsanlage eingebaut werden.
Folgende Vorteile bittet der Einbau einer Lüftungsanlage:
weniger Staub - weniger Allergie
mehr Schallschutz - weniger Straßenlärm
Kostenvorteil durch Wärmerückgewinnung bis 90%
Viele Planer denken bildlich gespochen wie Fahrschüler in der ersten Fahrstunde. Sie schauen nicht über den Tellerrand (Kühlerhaube) hinaus. Was ist Vorschrift? Die wird eingehalten. Punkt. Mehr nicht!
Ein Gebäude wird in den ersten 25 Jahren nach dem Erstellen bekanntlich nicht energetisch saniert. Daraus folgt doch meines Erachtens, dass man in die Zukunft gerichtet planen und bauen muss. Eine energetische Optimierung im Bestand nach nur wenigen Jahren ist erheblich unwirtschaftlicher als direkt beim Neubau.
Die Bundeskanzlerin, Angela Merkel versucht von oben den CO2-Ausstoß zu mindern. Ich spreche hiermit die Menschen an der Basis an, um den CO2 -Ausstoß zu mindern.
Denken Sie immer daran, Ihr Architekt oder Bauträger usw. bezahlen in Zukunft nicht Ihre Energiekosten! Der eine oder andere kennt die Aussage des Architekten "Das ist so viel billiger!"
Damit hat er ja recht. Billiger ist aber nicht wirtschaftlicher!
Nun zur Auflösung der „Wette“
ENEV 2009 Passivhaus
I Baukosten 200.000 € 200.000 €
II Höheren Standart bauartbedingt angenommen 10 % der Baukosten 20.000 €
III Fördermittel u.A. - Stand Oktober 2009
Zuschuss Lüftungsanlage -1.200 €
Solaranlage hier 10 m² somit -2.000 €
Passivhaus -3.500 €
Summe Baukosten 200.000 € 213.300 €
IV Photovoltaikanlage
Zusatzförderung durch Passivhausboni
Für Bauherren die eine PH-Anlage auf ihrem Hausdach bauen, erhalten Sie je kWpeak 500 € Zuschuß (RenProgramm) Maxiemal 10 kWpeak gefördert.
Es ist unerheblich auf welchem Gebäude die Anlage gebaut wird. Die Baukosten heben sich somit gegenseitig auf und es werden die eigent- lichen Investkosten PH-A. nicht dargestellt. -5.000 €
Summe Baukosten 200.000 € 208.300 €
IV Kapitaldienst
KFW Mittel für max. 50.000 € zu eff. 2,5% zu 4,0% auf den Kapitalmarkt Ergibt gerundert für 10 Jahre fest einen Vorteil von -7.500 €
Bei der WfA erhalten junge Familien u. U. noch eine Klimabonus Darlehn 15.000 € ab 0,0 % X € Kosten -X €
Summe 200.000 € 200.800 €
IV Heizkosten auf 25 Jahre
7 l/m² zu 1,5 l/m² 26.825 € 7.325 €
Ersparniss 19.500,00 €
Für jeden Bauherren ergeben sich unterschiedliche Fördergelder und daher muss jeder seine eigne Berechnung aufstellen.
Das geplante Haus hätte eine Energieeffiziensklasse A -1
Da durch die geplante Photovoltaikanlage mehr Strom produziert wird als wir verbrauchen werden, habe ich keine Energieeffiziensklasse A***** , sondern sind wir in eine neue Dimension vorgestoßen und haben eine Schallmauer zum Energiegewinnungshaus durchgebrochen.
Bei unserem Haus liegt der Return of Invest (ROI) bei 0 Jahren. Es rechnet sich vom ersten Tag an.
Jeder mag sich selber die Frage stellen, ob ich nun die Wette gewonnen habe.
Mein Wettparte ist die Stiftung Warentest Heft Energie Spezial Sonderheft 2008
08004 A 1100E Auf der Seite 101 Lesen.
Definition
Ich definiere unser Sonnenhaus-Uedem folgendermaßen:
Das Sonnenhaus Uedem erhält eine sehr gut gedämmte Aussenhülle.
Die solare Deckung für Warmwasser, sowie Heizung wird über 70% durch die Solaranlage erreicht. -Zwei Pufferspeicher á 500 l
Eine Nachheizung erfolgt über eine Luft/Luft Wärmepumpe.
Die benötigte elektrische Energie erzeugt die Photovoltaikanlage. - ca.10 Kilowatt Peak
Den Überschuss speisen wir ins öffentliche Netz ein. ( Plus Energie Gebäude)
Die Kosten für den zusätzlichen benötigten Umbauten Raum, sowie für den Riesenpufferspeicher sind höher, als die Kosten für die Photovoltaikanlage.
Somit ist unser Variante, meineserachtens derzeit, als sehr wirtschaftlicher einzustufen. (Stand 2010 )